Die Geschichte des Schönbergareals bis zum 2. Weltkrieg
Auf dem höchsten Punkt des heutigen Schönbergareals stand noch bis 1817 der Galgen des Hochgerichts „Untenaus”, welches über die Ostseite der Aare richtete. Der Name „Schönberg” ist daher speziell ausgewählt um diese Galgenzeit etwas zu vergessen. Das erste Haus – der Herrenstock – wurde ungefähr 1730 erbaut. Es ist somit das älteste Gebäude des Guts. Erst über 100 Jahre später (1856) baute Oberamtmann Sigmund S. von Fischer-von Sinner einen neuen, zweiten Herrenstock mit Kutschenunterstand. Ausserdem errichtete er eine Scheune, ein Bauernhaus (Nr. 36) und ein Gärtner-Pförtnerhaus. 1872 entstand dann unter der Bauherrschaft von Ludwig Karl A. von Fischer-Bondeli die Orangerie.
Als das Gut an seinen nächsten Eigentümer, Henry von Fischer, überging, erlebte es weitere Veränderungen: In den Jahren 1897-1914 entstanden das Tor beim Eingang, der Brunnen vor dem Herrenstock sowie die Kastanienallee entlang des Zufahrtswegs. Etwas später wurden zudem vier Gewächshäuser erstellt, die aber 1965 wieder abgerissen wurden.
Der Garten des Schönbergareals wurde ursprünglich im englischen Stil angelegt. Der Natur sollte durch ein Wechselspiel von Dunkelheit und Enge mit Licht und Weite zu mehr Wirkung verholfen werden. Ein Beispiel dafür findet sich auch heute noch beim Hauptzugang des Geländes: Zuerst passiert man den Torbogen und eine düstere, eng mit Bäumen gesäumte Einfahrt. Erst nach diesem kurzen Moment der Beklemmnis eröffnet sich einem die helle, weitläufige Wiese im Herzen des Guts.
Nordöstlich des Bauernhauses umschliesst eine Sandsteinmauer einen Teil des Herrschaftsgartens. In dessen Zentrum treffen sich die Mittelachsen des neuen Herrenstocks und des Bauernhauses. Der kleine Wald auf dem Hügel des Areals ist künstlich angelegt und beherbergt mittlerweile eine reiche Artenvielfalt.
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