Kommende /vergangene Events

Da im Bauernhaus keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen, sind Ersatz-Veranstaltungsorte gesucht!


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5 gute Gründe das Paradisli [-Haus] zu erhalten:

1) Stadtentwicklung

Das Paradisli und das Schönbergareal sind denkmalpflegerisch geschützt und müssen im Hinblick auf geplante Quartiererweiterungen für öffentliche Zwecke freigehalten werden. In unmittelbarer Nähe wird zu Zeit der neue Quartierteil „Schönberg-Ost“ mit 400 Wohnungen erstellt. Zudem wird seit Neustem das Bauprojekt „Quanterra“ auf dem Kasernenareal geplant. Deswegen wird der Flächenbedarf für öffentliche Infrastruktur (Spielplatz, Kinderkrippe, Naherholung, neue Bitziusturnhalle usw.) mittelfristig steigen. Die Verschandelung der einzigen Grünfläche im Schönberg für lächerliche zehn Wohnungen sollte darum unbedingt vermieden werden. Mit einer unbedachten Ruck-Zuck-Aktion kann die verfehlte städtische Baupolitik der letzten 30 Jahre nicht wettgemacht werden. Viel eher sollte die Stadt die Anstrengungen zum Bau von grösseren Siedlungen weiter verstärken. Weissenstein, Brünnen, Saali oder das gescheiterte Projekt Viererfeld verfolgen genau diese Ziele, weil so an einem Ort konzentriert hunderte neuer Wohnungen entstehen.

2) Quartier

Das Paradisli ist ein Quartiertreffpunkt und soll mit einem zukünftigen Quartierladen und einem Café die Wohnlage bereichern und aufwerten. Im Obstbergquartier existiert eine Bäckerei, sowie ein Restaurant. Sonst gibt keine Einkaufsmöglichkeit. Zudem fehlen – abgesehen vom Rosengarten – Treffpunkte für Jung und Alt. Das Projekt „Kultur- und Naturoase Paradisli“ schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe: Das Gelände hinter dem Paradisli soll für alle zugänglich sein und genutzt werden können, sei es für einen lauschigen Grillabend oder für eine Botanikexkursion im geplanten Kräuter- und Raritätengarten, der in Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara angelegt werden soll. Die Räumlichkeiten des Paradislis können für kleine private Veranstaltungen reserviert werden, so z.B. für ein gemeinsames Fondueessen oder ein Geburtstagsfest. Werktätige und RentnerInnen treffen sich zum Znüni und Zmittag im Café. Einkäufe erledigt man ökologisch und schnell im Quartier. Auch die Realisierung einer Postabgabestelle wäre denkbar. Zudem finden laufend kleinere, der Lage und dem Quartier angepasste Kulturveranstaltungen statt.

3) Sozial

Das Paradisli übernimmt eine Vorbildfunktion für alternative Gruppierungen und leistet einen beträchtlichen Beitrag zur Gewaltprävention. Im Paradisli verkehren Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, ungleichen Alters und verschiedener sozialer Schichten. Das Paradisli bietet eine Plattform, um sich besser kennen zu lernen. Es wird philosophiert, gelacht, diskutiert, getrunken, politisiert, zusammen gekocht und vielleicht auch mal gestritten. Nie jedoch geht der gegenseitige Respekt verloren! Daher leistet das Paradisli einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration von Querdenkern und wenig integrierten Menschen. Frei von Zwang können den BesucherInnen bereits verloren geglaubte Grundwerte wie Moral, Ehrlichkeit und Verantwortung gelehrt werden. Das Paradisli ist eine Lebensschule, welche den gestressten Menschen Lebensfreude schenkt, Pessimisten eine positive Lebenseinstellung vermittelt und Nobodys ein Stück ihrer Selbstachtung zurückgibt. Das Paradisli zeigt neue Wege auf. Vandalismus und destruktives Denken werden kategorisch abgelehnt.

4) Kultur

Das Paradisli bietet eine Plattform und ein Experimentierfeld für junge Kulturschaffende und bereichert die städtische Kulturlandschaft. Im Paradisli wird getanzt, musiziert, gemalt, gestaltet, photographiert und vieles mehr. Dabei steht nicht das (kommerziell verwertbare) Ergebnis im Vordergrund sondern die Tätigkeit an sich. Mittels kreativer Betätigung kommt man sich gegenseitig näher und kann so auf eine sanfte Weise dem Alltagsstress entfliehen. Geplant sind Renovationen am Gebäude. So soll der Dachstock mit einer Übernahme des ganzen Bauernhauses ausgebaut und Ateliers für Künstler erstellt werden. Verbunden mit einer einfachen Übernachtungsmöglichkeit, kann so ein Freiraum für alternative Kultur geschaffen und der Austausch zwischen in- und ausländischen Kunstszenen gefördert werden. Neben den etablierten, stark subventionierten Kulturinstitutionen gewinnt die Stadt so umsonst ein neues Zentrum, das in dieser Form einzigartig ist und weit über die Stadtgrenzen hinaus für Beachtung sorgen wird.

5) Wirtschaftlich

Das Paradisli ist finanziell selbsttragend und übernimmt den Betrieb und den Unterhalt des historischen Bauernhauses sowie der angrenzenden Grünflächen. Bisher wurden alle anfallenden Arbeiten freiwillig erledigt. Daran soll sich auch in naher Zukunft nichts ändern. Dank einer tief verwurzelten Ideologie, konnten bisher immer genug Helfer gefunden werden. Das zur Begleichung der Miete, zum Betrieb und Unterhalt notwendige Geld stammt aus Kollekten und Spenden. Falls möglich, soll eine Genossenschaft gegründet und das Bauernhaus gekauft werden. Ist der geplante Quartierladen und das Café einmal realisiert, können für bestimmte Aufgaben Löhne bezahlt werden. Es ist uns ein Anliegen, dass dies transparent und gesetzeskonform geschehen soll. Ziel ist es, mit wenig finanziellen Mitteln aber dafür mit umso mehr Herzblut ein maximales Ergebnis herauszuholen. Wir vermuten zudem, dass mit einem Bau von Luxuswohnungen keine Superreichen angelockt werden können, da diese die Stadt Bern aufgrund der hohen Steuerlast meiden. Die oben genannten soziokulturellen Leistungen, die das Paradisli direkt und indirekt erbringt, wiegen darum die (überschätzten) Steuermindereinnahmen der Stadt beim Verzicht auf den Neu-/Umbau längstens auf.



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