Kommende /vergangene Events

Da im Bauernhaus keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen, sind Ersatz-Veranstaltungsorte gesucht!


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Film-Ab!end.

Wir begeben uns auf eine filmische Weltreise. Genau am Ende der Woche, kurz vor dem Anfang tauchen wir ein in mal künstliche, mal authentische Film-Welten.
Ob lustig oder traurig, ob direkt aus dem Leben gegriffen oder intelligent erfunden, ob aufklärend oder verzaubernd, ob Spiel-, Trick-, oder Dokumentarfilm, soll diese Reise rund um die Welt auf all ihren Stationen unseren Geist nähren und unsere Herzen reifen lassen.

Wann: Jeden Sonntag ab 19h

Wer: Alle, die sich gerne entführen (und aufwühlen …) lassen

Kosten: freiwilliger Beitrag für Beamer und Filmausleihe

Kontakt: Bidu 079 486 34 24



MOMENTAN FINDET KEIN FILMABEND STATT!









23. 03. 08 | ÜBER DEN MANGEL IM ÜBERFLUSS
We Feed The World
Erwin Wagenhofer, AUT 2006

16. 03. 08 | DER FLÜGELSCHLAG EINES SCHMETTERLINGS
Babel
Alejandro Gonzalez Inarritu, 2006

09. 03. 08 | DAS DRAMA DES AUGENBLICKS
Ten Minutes Older - The Trumpet / The Cello
div. Regisseure, 2002

02. 03. 08 | GANZ VIEL SPASS UND SKURRILE FIGUREN
Wallace & Gromit (alle drei Kurzfilme und den Kinofilm von 2005)
Nick Park, UK 1989 bis 2005

24. 02. 08 | KLÄNGE SEHEN, BILDER HÖREN
Touch the Sound - a Sound Journey with Evelyn Glennie
Thomas Riedelsheimer, D/UK 2004

17. 02. 08 | UND DIE BEDEUTUNG DER MUSIK (?)
Xiao’s Weg
Chen Kaige, China/Südkorea 2002

10. 02. 08 | WIR KINDER DER SEHNSUCHT
Le Peuple migrateur (Das Geheimnis der Zugvögel)
Jacques Perrin, F 2002
Diarios de motocicleta
Walter Salles, USA 2004

03. 02. 08 | WIR UNZUFRIEDENEN KINDER VON BERN
Berner Beben
Andreas Berger, 1990
Dance Out! (Ein dokumentarischer Amateurfilm zur Entstehung des klangfarbenfrohen Protestes hier in Bern.)
Paradisli, 2006

27. 01. 08 | RAUM- UND ZEITBEZÜGE, MEDITATIVES VERWEILEN
Hirtenreise ins dritte Jahrtausend
Erich Langjahr, CH 2003
Rivers and Tides - Andy Goldsworthy Working with Time
Thomas Riedelsheimer, 2001

20. 01. 08 | AND I FEEL JUST LIKE…
Jesus’ Son
Alison McLean, 1999

13. 01. 08 | LONE MAN IN THE DISTANCE, CROSSING THE DESERT
Paris, Texas
Wim Wenders, 1984

06. 01. 08 | EINE WELT FÜR KINDER (?)
Kinder des Himmels
Majid Majidi, Iran 1997 (ab 8 Jahren)
Nobody Knows
Hirokazu Kore-eda, Japan 2003



September-Dezember 2007 [Bidu dokumentiert]

In Paris durften wir einen liebenswerten, erfinderischen, leicht verwirrten und schwer verliebten Mexikaner in seinen Träumen begleiten, The Science of Sleep von Michel Gondry, im Balkan eine wilde, selbst in Kriegszeiten bei jeder Gelegenheit feiernde und zankende Familienbande besuchen, Life Is A Miracle von Emir Kusturica, und sind dann in China gelandet: Die sanfte, melodiöse Geschichte Not One Less und das epische Drama Huozhe - beides grosse Liebeslieder und leise Klagelieder Zhang Yimou’s an sein China - haben uns eine fremde Kultur ganz nah an unsere Herzen gebracht.
Fucking Amal von Lukas Moodysson hat uns kurz aus China weggedacht. Diese frisch-freche Pubertätsgeschichte aus Schweden handelt von den Leiden des Verliebtseins und dem Mut, anders zu sein. Das wiederum von Zhang Yimou geschriebene und inszenierte Drama The Road Home führte uns in ein kleines Dorf am Rande der Welt, in eine ganz andere Liebesgeschichte, ursprünglich und eindringlich wie ein wunderschönes Gedicht.
Da wir (?) so begeistert sind vom chinesischen Filmschaffen (und von Liebesfilmen), haben wir uns mit einem weiteren chinesischen Liebesfilm von China verabschiedet: Ang Lee’s The Wedding Banquet brachte die chinesische Kultur direkt nach New York, zu einem turbulenten, augenzwinkernd inszenierten Hochzeitsfest.
Aber auch in Manhatten wiederum drehte sich alles um die Kompliziertheiten der Liebe. Leichtfüssig-melancholisch und geistreich erzählte uns Woody Allen von verschiedenen möglichen und unmöglichen Liebesbeziehungen in der grossen Stadt.
Mit Jim Jarmusch machten wir gleich an einem einzigen Abend eine kleine Weltreise: In Night On Earth kurvten wir durch die Strassen von Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki, jeweils in einem Taxi mit sehr unterschiedlichen Taxifahrern und ihren seltamen und symphatischen Gästen.
Dann lernten wir die traditionelle Kultur der Maori kennen, dessen tiefgründige Wurzeln in einem neuseeländischen Küstendorf ein ehrgeiziges, selbstbewusstes Mädchen in ihrer Erdgebundenheit erschütterte - und neu bestärkte: Whale Rider von Niki Caro ist das scheinbar authentische Schicksal eines ganz besonderen Mädchens, und eine wundervolle Fabel.

Mit Wim Wenders sind wir von Glückstadt über Hamburg, Bonn, Frankfurt, bis auf die Zugspitze hinauf gefahren. Mit Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975 haben wir einen Film gesehen, für den man wohl die richtige Körperhaltung braucht, etwa so wie wenn man ein Buch liest: Man muss sich viele Bilder im Geist selber machen, weil häufig finden wir nur in den Dialogen Zugang zu den Seelen dieser oftmals recht stumpf erscheinenden Figuren. Vielleicht ist das auch so, weil uns heutzutage die nüchternen, ruhigen Einstellungen und die langsame, höchst bedächtige Erzählweise Wim Wenders ein bisschen langweilen…? Zur Versöhnung mit den herausgeforderten Publikumsgemütern haben wir `Paris, Texas` verschoben und sind zum Ausgleich mit Blade Runner durch eine die Reize überflutende Bilderwelt gejagt, in einem Los Angeles der Zukunft. Ridley Scott hat 1991 einen Kultfilm geschaffen, bei dem einem vor seiner visuellen Kraft auch heute noch der Atem stockt. (Mir hat ausserdem die Anspielung auf `The Last Unicorn` gefallen…)

In märchenhaften Stunden an unserem Weihnachtsfest kam unverhofft aus heiterem Himmel die Sintflut! Mit einer Arche voll von lustigen Figuren und Situationen: Das Geheimnis der Frösche von Jacques-Rémy Girerd ist ein charmant animierter, kluger Spass über Naturschutz, Toleranz und Nächstenliebe … dieselben Themen, die sich später an diesem Abend, in Princess Mononoke, zu einem Krieg der Gefühle verdichtet haben. Regisseur Hayao Miyazaki hat uns in eine wunderschön gemalte Welt entführt, in ein Märchen, das in den vielen Kampfszenen manchmal sehr brutal ist, und wiederum in anderen magischen Momenten grenzenlos zärtlich und einfühlsam. Dieses Film-Juwel nehme ich als Gleichnis für das Leben selbst.










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