Voller Erfolg für Baubeschwerde der GPB-DA gegen die Überbauung Schönberggut und den Umbau des Paradisli-Bauernhauses
Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern BVE hat die Baubeschwerde der Grünen Partei Bern – Demokratische Alternative GPB-DA gegen das Bauprojekt Schönberggut und den Luxusumbau des Bauernhauses, das der Kulturoase ‚Paradisli‘ diente, vollumfänglich gutgeheissen. Nach dem Rückzug des Kiosk-Projektes vor dem Käfigturm kann die GPB-DA damit zum zweiten Mal in kurzer Zeit einen grossen Erfolg im Einsatz für die Kulturdenkmäler in Bern feiern.
Die heute bekanntgewordene Begründung der BVE lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Massiv nicht eingehalten seien im Bauprojekt die zulässigen Gebäudelängen, Gebäudetiefen und der Gebäudeabstand zum erhaltenswerten Bauernhaus. Zudem werde das Mass der Nutzung der Zone „bei weitem“ überschritten. Deshalb sei eine Gestaltungsfreiheit nach Art. 75 des kantonalen Baugesetzes nicht möglich, „mit dem Neubauprojekt wird nicht frei gestaltet, sondern zu gross gebaut“ hält der Entscheid lapidar fest.
Der heutige Beschwerdeerfolg musste von der GPB-DA , unterstützt vom ‚Verein Paradisli‘ hart erstritten werden. Das aus drei Teilen bestehende Baugesuch der städtischen Liegenschaftsverwaltung bzw. des Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern wurde vor zwei Jahren eingereicht. Mit Gesamtbauentscheid vom 30. August 2007 erteilte der damalige Regierungsstatthalter Alec von Graffenried die Gesamtbewilligung für die drei Projekte Neubau Mehrfamilienhäuser, Umbau Bauernhaus und Abbruch Herrschaftsgarten.
Der inzwischen verstorbene Stadtrat und Anwalt Daniele Jenni reichte darauf Baubeschwerde bei der BVE ein. Da die Stadt auf spitzfindige Weise versuchte, der GPB-DA die Beschwerdelegitimation zu entziehen, war ein erfolgreicher Rekurs an das Verwaltungsgericht nötig, bevor das eigentliche Beschwerdeverfahren weitergeführt werden konnte.
Das ‚Paradisli-Bauernhaus‘ ist seit der Zwangsräumung durch die Stadt im April dieses Jahres mit einem Maschendrahtzaum umgeben und verfällt zusehends. Die GPB-DA fordert den Gemeinderat dringendst auf, den eindeutigen Entscheid des Kantons zu akzeptieren, den Zaun zu beseitigen, bei der Wiederherstellung des Gebäudes und der Umgebung mitzuhelfen und mit dem Verein Paradisli Verhandlungen über einen neuen Mietvertrag aufzunehmen.
1. Oktober 2008
Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative GPB-DA
Luzius Theiler
Link zur Medienmitteilung der Direktion für Finanzen, Personal und Informatik (bern.ch)
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